Sie kamen in ein vom Bürgerkrieg zerstörtes Land. Für die in der DDR erlernten Berufe gab es keinen Bedarf. Die meisten fanden keine feste Arbeit.
Mosambik zählt heute zu den zehn ärmsten Ländern der Erde. Die ehemaligen mosambikanischen Kollegen und Kolleginnen haben keine soziale Absicherung, keine Krankenversicherung und keine Rente.

Anlässlich des 30. Jahrestages der Angriffe kam David Macou im September 2021 nach Hoyerswerda. Er ist einer der „Kinder von Hoy“ die im Buch von Grit Lemke zitiert werden. Nach dieser Anregung bildete sich in Maputo in Mosambik die Gruppe „Crianças des Hoy“. Alle in der Gruppe haben in Hoyerswerda gelebt und gearbeitet. Viele von ihnen sind seit ihrer Rückkehr arbeitslos und schlagen sich mit Gelegenheitsarbeiten durch.
Die meisten sind nun schon über 50 Jahre alt. Viele Medikamente oder ärztliche Behandlungen kosten Geld. Das alltägliche Leben, Fahrtkosten in die Stadt, Kleidung und Unterrichtsmaterial für die Kinder, eine dringend benötigte Brille oder ähnliches sind oft kaum zu bewältigen.
David Macou dazu im Mai 2026:

Für Respekt und Anerkennung
Mitteldeutscher Verlag
Meine Damen und Herren, 1976 unterzeichneten Mosambik und Deutschland, die ehemalige DDR, Kooperationsabkommen. Und in diesem Jahr 2026 feiern wir 50 Jahre Freundschaft und Zusammenarbeit, wobei die beiden Regierungen am selben Tisch sitzen und die Lohnarbeiter ignorieren, die im Laufe der Jahre in beiden Ländern ihr Blut vergossen haben. Diese Zusammenarbeit war nur durch die Menschen möglich, die bis heute um ihr Recht kämpfen!
Was uns empört, ist die Tatsache, dass kein Politiker bereit ist, das Leben von Vertragsarbeitern zu regeln. Die beiden Regierungen müssen eine Bilanz der 50-jährigen Zusammenarbeit ziehen und der Öffentlichkeit Dokumente vorlegen, die die Gelder belegen, die Deutschland nach eigenen Angaben an Mosambik überwiesen hat! Die Beträge, die sie für angeheuerte Arbeiter an den mosambikanischen Staat gezahlt haben!
Bringen Sie Beweise vor, um dieser Arbeiterklasse Würde zu verleihen. Für Gerechtigkeit, Grund- und Menschenrechte, Würde, Respekt und Anerkennung – ein ständiger Kampf!
Mit freundlichen Grüßen
David Macau
Zeitzeuge & Vertragsarbeiter aus Mosambik

Wir sammeln Geld, um diese „Crianças de Hoy“ zu unterstützen. Das Geld wird als eine Art Sozialkasse von ihnen selbst verwaltet.
Dafür hat sich in Maputo eine Gruppe von fünf Mitgliedern zusammen getan, die gemeinsam darüber entscheiden, wer das Geld am nötigsten braucht. Jede kleine Spende zählt und kommt direkt bei den Menschen an.
Helfen Sie jetzt mit und spenden.
Von 100 € kann in Mosambik das Leben abhängen, da es z.B. keine Gesundheitsvorsorge gibt und jeder Arztbesuch bezahlt werden muss. Die Spenden werden gesammelt und einmal monatlich transferiert.
Im September zur Interkulturellen Woche wollen wir gemeinsam schauen, was unsere Hilfsaktion bewirken konnte. Begleiten werden wir die Aktion auf der Homepage www.zivilcourage-hoy.de und in diversen Medien. Gern vermitteln wir auch direkte Kontakte für einen persönlichen Austausch oder für einen Besuch in Mosambik.
Überweisen Sie Ihre Spende bitte an:
Kulturfabrik e.V.
IBAN: DE42 8505 0300 3000 1263 16
VWZ: Spende Mosambik + Adresse oder EMailadresse
Die Adresse benötigen wir, um Sie über den aktuellen Stand zu unterrichten.
Leider ist es nicht möglich, für diese Art der Spenden Spendenbescheinigungen auszustellen.
